Erweitern Sie Ihren Wortschatz - Folge 9


Farce
Heute bezeichnet man auch eine bedeutungslose Angelegenheit, deren Wichtigkeit übertrieben wird bzw. einen schlechten Scherz als eine >Farce<.

Fatalismus
(lat., 'fatum', >Schicksal<), Als 'Fatalismus' bezeichnen wir eine Weltanschauung, nach der das Schicksal unabänderlich ist. Ein Fatalist ist ein Anhänger dieser Anschauung, der sich in sein Schicksal ergibt, da der Versuch gegen seine Lebensverhältnisse anzukämpfen oder diese zu gestalten aus seiner Sicht sinnlos wäre.

Fauxpas
(frz. "falscher Schritt") Ein "Fauxpas" bezeichnet ein (gesellschaftliches) Fehlverhalten. Es ist auch ein Synonym für "Fehltritt" bzw. "Taktlosigkeit".

Firlefanz
Das Wort "Firlefanz" stammt von dem mittelhochdeutschen "virlefanz" und bedeutet wertloser (modischer) Kram, aber auch Albernheit, Torheit oder Kinderei. Wenn wir heute sagen "so ein Firlefanz", dann meinen wir, dass etwas bedeutungslos, unerheblich oder überflüssig ist.

Gratifikation
Vergütung, die aus besonderem Anlass zusätzlich zu dem Arbeitslohn gewährt wird (z.B. Weihnachtsgratifikation).

Graduierter
Wer einen akademischen Grad erlangt oder eine Staatsprüfung erfolgreich abgeschlossen hat.

Gros
Hauptmasse, dick, beträchtlich

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Esoterik
(grch., >nach innen gerichtet<), 'Esoterisch' ist die Bezeichnung für religiöse Riten und Gebräuche eines in sich geschlossenen Kulturverbandes, die Außenstehenden unbekannt oder geheim sind. Im weiteren Sinne bedeutet 'esoterisch' >in sich gekehrt<, >vergeistigt<, >unzugänglich<.

Etepetete
Wenn eine übermäßig feine Person sich "etepetete" benimmt bzw. "etepetete ist", dann ist gemeint: geziert, zimperlich, umständlich oder überfein.

Etymologie
(grch.), (grch.), Die >Etymologie< ist die Lehre vom wahren Ursprung eines Wortes. Sie ist ein Teilgebiet der Sprachwissenschaft, das die Grundbedeutung und Entwicklung der Wörter zu erklären sucht. Als -Etymon- bezeichnet man das Grund- oder Stammwort.

Euphemismus
(grch., -euphemein-, -angenehme Worte gebrauchen-), Ein >Euphemismus< ist die Umschreibung einer Sache mit dem Ziel der Verhüllung, Abmilderung oder Beschönigung. Sie werden schwerpunktmäßig in Bereichen eingesetzt, die aufgrund religiöser und gesellschaftlicher Konventionen tabuisiert werden ("sterben" wird zu heimgehen-, einschlummern etc.). >Euphemismen< werden häufig auch im diplomatischen Bereich, in der Wirtschaft und der Politik in manipulierender Absicht verwendet (z.B.: "Preisanpassung" oder "Solidaritätszuschlag").

Euphorie
(grch.), Der Zustand der 'Euphorie' bezeichnet eine - objektiv als unangemessen bewertete - gehobene Stimmung sowie ein gesteigerter Antrieb. Auslöser können Alkohol, Arzneimittel und Rauschgifte sein. (Gegensatz: Dysphorie)

Faible
Das Wort >Faible< (das) wurde aus dem Französischen eingedeutscht. Ein >Faible< für etwas hat jemand, der eine -Vorliebe-, -Schwäche- bzw. -Neigung- für etwas hat.

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carpe diem
(lat. pflücke den Tag) "carpe diem" bedeutet so viel wie "genieße den Tag" oder "nutze den Tag".

Charisma
Als das "Charisma" (grch. Gnadengabe) bezeichnet man die als übernatürlich oder außeralltäglich empfundene Qualität eines Menschen, die ihn in seiner Gruppe als gottgesandt oder von einer höheren Macht begnadet erscheinen lässt.

Chauvinist
Als >Chauvi< wird ein Mann bezeichnet, der Frauen bewusst unterdrückt. 


circulus vitiosus
(lat., >fehlerhafter, falscher Kreis<) 1. Teufelskreis 2. logischer Fehlschluss (Zirkelschluss) oder fehlerhafte Definition (Zirkeldefinition), 3. Medizin: das Vorhandensein von mehreren Störungen, die einander verstärken, z.B. Bluthochdruck und Nierenschädigung.

conditio sine qua non
(lat., >Bedingung, ohne die ich nicht<), Mit 'conditio sine qua non' bezeichnet man eine Bedingung, von der nicht abgesehen werden kann bzw. von der man nicht abgehen will.

Dolce Vita

"Dolce Vita" bezeichnete ursprünglich das ungezügelte Leben wohlhabender Müßiggänger, die sich das Leben mit schönen Frauen "versüßten".

drakonisch
Das Wort "drakonisch" wird im Sinne von sehr streng, hart bzw. grausam verwendet. Dracon war Gesetzgeber in Athen um 620 v. Chr. und bekannt für seine Strenge und Härte. Er soll Gesetze mit Blut und nicht mit Tinte unterschrieben haben.







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apodiktisch (grch., >unwiderleglich<, >notwendig<), Wenn jemand durch die Art und Weise, wie er etwas kommuniziert, jeden Widerspruch von vornherein ausschließt, dann ist er 'apodiktisch'. Appetenz (lat., >innere Strebungen<), Als 'Appetenz' bezeichnet man besonders primäre Antriebe, die auf das Erreichen von Zielen gerichtet sind.

Askese (grch. Übung) "Askese" bezeichnete ursprünglich die Zucht, das Training und die Enthaltsamkeit des Athleten. Heute wird im Allgemeinen die Enthaltsamkeit im ethischen Sinne darunter verstanden.

Avatar (Sanskrit, 'Avatara', >Herabstieg<), Als 'Avatare' werden im Hinduismus die verschiedenen menschlichen und tierischen Verkörperungen des Gottes Wischnu bezeichnet. In jeder Weltperiode inkarniert Wischnu, um die Guten zu retten und die Bösen zu bestrafen und so die göttliche Ordnung wiederherzustellen. Heute bezeichnet man als 'Avatare' auch virtuelle Personen, die nicht nur als Figur, sondern auch aus Persönlichkeit bestehen. Bekanntes Beispiel eines Avatars ist Lara Croft aus dem Computerspiel Tomb Raider

Binsenweisheit Im Gegensatz zu anderen Grasarten besitzen Binsen keine Knoten. Eine Binsenweisheit ist demnach eine 'glatte Sache' ohne Verwicklungen und Verknotungen, d.h. ohne Schwierigkeiten. Die Feststellung -Das ist eine Binsenweisheit - bezieht sich auf einen zwar richtigen, aber so selbstverständlichen Satz, dass es sich nicht lohnt, ihn auszusprechen oder gar zu diskutieren. Es ist also eine Wahrheit, die überall so bekannt und verbreitet ist wie die Binsen.

Brainstorming (engl., >Geistesblitz<), -Brainstorming- ist eine in den 50er Jahren vom amerikanischen Werbefachmann Alexander Osborn entwickelte Technik zur Anregung kreativen Denkens in Gruppendiskussionen. Bei dieser Kreativitätstechnik äußern die Teilnehmer ihre Gedanken zu einem Problem spontan. Kritik ist untersagt, damit die Ideenfindung nicht gehemmt wird.

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Achillesferse
Als „Archillesverse“ bezeichnet man heute die schwache, verwundbare Stelle eines sonst fähigen Menschen bzw. den -wunden Punkt- einer Person.

Advocatus diaboli
Wenn wir sagen, dass jemand den "Advocatus diaboli" spielt, dann bringt dieser alles Belastende (wie der Teufel vor Gottes Thron) als Ankläger vor bzw. legt alles dar, was gegen eine Person oder Sache spricht.

Akronym
Das 'Akronym' oder auch Initialwort ist eine Abkürzung, die aus den Anfangsbuchstaben oder -silben einer Wortgruppe gebildet wird und als eigenständiges Wort fungiert. Beispiele: NATO (= North Atlantic Treaty Organization), FBI (= Federal Bureau of Investigation).

Anachronismus
(griechisch)., "in eine andere Zeit verlegen"), "Anachronismen" sind Sachen, Gegenstände, Ereignisse, Bräuche, Personen oder Denkmuster, die außerhalb ihrer natürlichen zeitlichen Ordnung stehen.
Bei William Shakespeare wird z.B. in 'Antony and Cleopatra' das Billardspiel erwähnt, das es zur damaligen Zeit noch gar nicht gab.
Heute werden "Anachronismen" häufig absichtlich eingesetzt, um komische oder satirische Effekte zu erzielen.

Anekdote
(griechisch. an-ekdoton, "nicht herausgegeben") Eine "Anekdote" ist ein mündlich überlieferter und verkürzter Bericht über die Aussprüche oder das Verhalten einer bekannten Persönlichkeit.
Eine "Anekdote" zeichnet sich durch eine prägnante Knappheit aus, mit der Ereignisse pointiert dargestellt werden.

ante portas
(lat. "vor den Toren") Wenn jemand "ante portas" ist, bedeutet das, er ist "im Kommen" bzw. "im Anmarsch".

Erweitern Sie Ihren Wortschatz - Folge 4


Bagatelle, F., Kleinigkeit

Baisse, F., Kursrückgang, Sinken der Wertpapiere

Base, F., Kusine, Nichte, entfernte weibliche Verwandte

Bastard, M., uneheliches Kind, Mischling

befangen, Adj., voreingenommen

Begehren, N., Antrag

Begehungsdelikt, N., Delikt dessen Tatbestand durch ein aktives Tätigwerden verwirklicht wird z. B. Diebstahl

Bestandskraft, F., Unanfechtbarkeit und Verbindlichkeit (z.B. Bestandskraft von Verwaltungsakten)

Bestandsschutz, M., Sicherung der Fortdauer eines Zustandes, (im Bauordnungsrecht)

Beweggrund, M., Motiv für ein Verhalten

bezichtigen, V., beschuldigen

Blankovollmacht, F., inhaltlich nicht bestimmt festgelegte Vollmacht

blödsinnig, Adj., schwachsinnig, sinnlos

Charta der Vereinten Nationen F., Grundordnung der Vereinten Nationen

condicio sine qua non, lat., Bedingung ohne die nicht..

Copyright, N., Vervielf⌂ltigungsrecht‹,
Urheberrecht an Literaturwerken das durch Registrierung in einem besonderen Copyrightregister erreicht wird

corpus delicti, lat., N., Tatbestand, Gegenstand des Delikts

Coupon, M., Gutschein

Cousin, M., Vetter

Creditor, lat., M., Gl⌂ubiger